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Geltungsbedürfnis: Bezeichnung für das Streben des Individuums nach sozialer Anerkennung. Diese wird in Form von Anerkennung von Persönlichkeit oder Leistung, Respekt, Beifall, Achtung, Verehrung, Lob, Ruhm oder auch Neid kommuniziert und für den Menschen sichtbar. Das Geltungsbedürfnis ist ein Element der Überlebensstrategie sozialer Gruppen und für das Bestehen einer Leistungsgesellschaft unumgänglich, kann aber, sofern es sich als Wert an sich verselbständigt, kontraproduktiv wirken und zu individual- und gruppenpsychologischen Störungen führen. In der Motivforschung ist das Geltungsbedürfnis eine häufig anzutreffende Triebkraft, die über den Erwerb von Gütern entscheidet. Dabei steht nicht die Notwendigkeit des eigentlichen Produktnutzens im Mittelpunkt des Kaufentscheides, sondern dessen sozialer Mehrwert. Während das Geltungsbedürfnis bei Ver- und Gebrauchsgütern nur eine bedingte Rolle spielt, überwiegt bei Konsum- und Luxusgütern der soziale Mehrwert einer Kaufentscheidung oft den faktischen Gebrauchsnutzen. Die Motivforschung untersucht deshalb jene Faktoren des Geltungsbedürfnisses, die über Kauf oder Nichtkauf entscheiden und bereitet sie für die Produktbewerbung auf. Dabei sind die unterschiedlichen Ausprägungen des Geltungsbedürfnisses verschiedener Zielgruppen streng zu unterscheiden, da es zu Zielkonflikten kommen kann (der Zielwert des Geltungsbedürfnisses der Gruppe A ist ein Unwert für die Gruppe B usw.) |